Wir reisen mit dem Zug in Oberstaufen im Allgäu an. Ein Bus, in dem das Bayern-Ticket gilt, bringt uns in einer 1/2-stündigen Fahrt, mit Zwischenstopp in Steibis und der Imbergbahn, zur Talstation der Hochgratbahn. Von dort aus starten wir unseren Aufstieg zum Gipfel des Hochgrat.
Wir folgen kurz der Straße zurück Richtung Oberstaufen. Nach ein paar Metern geht es links hinauf Richtung Hochgrat. Vorbei an der Unteren Lauchalpe folgen wir dem gut ausgebauten Weg der von nun an stetig ansteigend nach oben führt. Da uns die Hitze auf dem wenig beschatteten Aufstieg ziemlich zu schaffen macht, freuen wir uns, in der Oberen Lauchalpe (1432 m) nach ca. 1,5 Stunden auf unser erstes Radler.
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| Blick von der oberen Lauchalpe auf den Imberg |
Nach 0,5-stündige Rast machen wir uns auf zum nächsten Etappenziel, dem Staufner Haus (1634 m). Dies erreichen wir nach einer weiteren 0,5 Stunde. Empfangen werden wir im vollen Biergarten von ein paar Musikern der Arnacher Musikkapelle, welche zum Frühschoppen aufspielen.
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| Blick auf das Staufner Haus |
Es ist recht gemütlich, und so entschließen wir uns, hier die Mittagshitze abzuwarten. Nach 2 Stunden Pause machen wir uns auf zum Gipfel des Hochgrat. Nach 40 Minuten von Touristen befallener Wegewanderung, die einen ab der Hochgrat-Bergstation (1708 m) zum Teil mit Flip Flops begleiten, erreichen wir diesen. Entsprechend ist rund um das Gipfelkreuz (1833 m) wenig von Gipfelatmosphäre zu spüren. Zum obligatorischen Gipfelfoto muss man sich fast anstellen.
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| Blick auf das Rindalphorn |
Deshalb machen wir uns schnell auf zum Abstieg. Es geht Abwärts über hohe Stufen Richtung der zweithöchsten Erhebung der Nagelfluhkette nach dem Hochgrat, dem Rindalphorn (1822 m) Vor dem Aufstieg zu dessen Gipfel biegen wir rechts ab und folgen der Beschilderung Richtung Gunzesrieder Säge. Der Weg schlängelt sich auf steinigen Wegen abwärts bis wir nach ca. 1,5 Stunden die urige Scheidwang Alpe (1317 m) erreichen. Da uns von nun an eine Teerstraße den Weg ebnet, rasten wir hier nochmals kurz und verabschieden uns von der Bergidylle.
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| Blick vom Gipfel des Hochgrat Richtung Westen |
Die restliche Strecke bis Gunzesrieder Säge ist, wie schon gesagt geteert. Die halbe Zeit der 1,5 Stunden laufen wir bergab über eine eintönige Waldstraße. Als es endlich wieder gerade aus geht, erheitert wenigstens Kuhglockengebimmel unser Gemüht. Endlich erreichen wir Gunzesrieder Säge. Dort geht es in der Ortsmitte rechts hinauf Richtung Buhls Alpe und Otto-Schwegler-Hütte (DAV Hütte auf 1070 m).
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| Blick vom Hochgrat Richtung Süden |
Die äußerst freundliche Bedienung serviert uns, trotz schon fast geschlossener Küche, noch Kässpatzn. Zufällig sitzt auch der Hüttenwirt der Otto-Schwegler-Hütte im Biergarten. So haben wir auch noch ohne Voranmeldung, mit viel Glück, einen Schlafplatz erhalten.
Nach einer heißen Dusche, sitzen wir noch ein wenig mit dem Hüttenwirt Helmut Hadek und einer Weinschorle, unter sternenklarem Himmel, auf der Terrasse. Danach fallen wir völlig fertig ins Bett und schlafen bis 7.00 Uhr.
Um 7.30 Uhr verabschieden wir uns von Helmut Hadek und machen uns auf den Weg Richtung Immenstadt. Nach ein paar Kilometern erreichen wir Gunzesried. Unsere Knochen und Füsse machen nicht mehr wirklich mit uns so entschließen wir uns, hier in den Bus nach Sonthofen zu steigen. Vorher nehmen wir noch ein Frühstück in der Gunzesrieder Sennerei ein.
Von Sonthofen aus fahren wir mit dem Zug nach Immenstadt. Dort essen wir kurz direkt im Bahnhof in Foody´s Fastfood-Restaurant gut, fast zu reichlich und günstig zu Mittag. Anschließend treten wir per Bahn die Heimreise an.
Fazit: Eine schöne, gut ausgeschilderte, jedoch (für Anfänger) kräftezehrende Strecke. Es gibt zumindest am Aufstieg mehrere Einkehrmöglichkeiten. Die Preise für Essen und Trinken sind auf allen Alpen überraschend günstig (0,5 Radler ca 2.,70 EUR / Vesper zwischen 3 EUR und 5 EUR) und auch vom Service wird man überall herzlich begrüßt und freundlich bedient.
Zeit: Alles in allem, sind wir mit mehreren Pausen ab dem Busbahnhof bis zur Übernachtungsstätte 12 Stunden auf den Beinen.
Unser Kartenmaterial: Bayerisches Landesvermessungsamt,Karte UK L8, 1:50000, Allgäuer Alpen
Mehr Infos zu den Regionen Allgäu und Bodensee erhalten Sie auf www.allgaeu-bodensee-portal.de







